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Thomas Krakowczyk
aka Ricardo Alemán, aka Nat King Thomas

Thomas Krakowczyk wird am 19. Februar 1964 in Frankfurt am Main geboren. Mit seinen Eltern und Geschwistern wechselt er oft den Wohnort, lebt bei Stuttgart, Hamburg, Emmerich, in den Niederlanden in Rotterdam und Den Haag und macht 1983 sein Abitur in Brake an der Unterweser. Dann folgt er seiner Liebe nach München.

Er verbringt seine ersten Lehrjahre im München der frühen Achtziger Jahre, wo er neben dem Zivildienst im Jazzclub "Unterfahrt" als Kassierer arbeitet und die Konzerte namhafter Musiker mit dem Walkman aufnimmt, um sie dann zu transkribieren. Er besucht Jazz Workshops in Erlangen und Remscheid und nimmt Unterricht bei den lokalen Musikgrößen, den Gitarristen Thomas Reimer (Wien) und John Thomas (USA) sowie dem Schlagzeuger und Rhythmikdozenten Rudolf Roth. Eine prägende Rolle spielen in dieser Zeit die harmonischen, kompositorischen und musiktheoretischen Ideen des in Nürnberg lebenden Pianisten Chris Beier ("Der chromatische Kosmos"). Mit seinen Freunden Martin Seeliger, Martin Krusche, Alex Haas und Roland HH Biswurm und mit seinem Trio "Conception" sammelt K. erste Bühnenerfahrungen im Jazzclub Unterfahrt und im Münchener Umland (Jazzfestival Regensburg, Burghausen).

Seine Überlegungen zu Akkordumkehrungen und Voicings fasst K. in einem Arbeitsbuch zusammen: "FROM BOP TO NEW AGE - Ein Vierklangskonzept für Gitarre, Keyboard und Bläsersätze, Thomas Krakowczyk, München 1986".

Der Schlagzeuger des Trios, Roland Biswurm, unternimmt in dieser Zeit zwei Reisen nach Kuba und bringt von dort Schallplatten mit. Neben der kubanischen Musik experimentiert er mit ungeraden Takten, vor allem dem 5/4 Takt, und mit der Verschmelzung von deutscher Volksmusik mit den Aufführungspraktiken des Jazz, welches von nun an einen wichtigen Teil der Trioarbeit ausmacht.

 


1987 zieht Thomas Krakowczyk nach Hamburg, wo er zunächst als Postbote jobbt und ansonsten Gitarre und Trompete übt. Er besucht regelmäßig die Jam Session im Jazzclub "Birdland" und spielt an Wochenenden in "Dennis' Swing Club".

 


Später arbeitet er in der Requisite des Thalia Theaters und lernt so den Regisseur Robert Wilson ("Parzival", "Black Rider") kennen, dessen Arbeitsweise ihn zu Kompositionen anregt, die K. nachts aus musikalischen Ideen und kleinen Motiven, die er im Lauf des Tages auf kleinen Zetteln notiert, ausarbeitet und dann mit seinem Quintett im Birdland aufführt.


Hörprobe: Krakowczyk 5-tet - Jump Ride Low Tide

Von 1988 bis 1995 studiert K. an der Hochschule für Musik in Hamburg Jazzgitarre. Als Diplomarbeitarbeit entwirft er ein umfangreiches und systematisches Lehrwerk: "Die Jazzgitarre im Modern Mainstream - Entwurf einer stilorientierten Didaktik, Thomas Krakowczyk, Hamburg 1995".

Sein Gitarrenspiel verfeinert er durch akribische Transkription zahlreicher Wes Montgomery Aufnahmen.

Aus dem Musikerumfeld des Birdland entsteht das Krakowczyk 5-tet (mit Ralph Reichert, Tenorsaxophon; Buggy Braune, Klavier; Johannes Huth, Kontrabass und Heinz Lichius, Schlagzeug), dessen Repertoire aus harmonisch komplexen Instrumentalkompositionen besteht:
Krakowczyk 5-tet - From Bop to New Age, Birdland Records 001.



Parallel dazu formiert sich aus der Arbeit in Dennis' Swing Club das Krakowczyk Trio (anfangs mit Johannes Huth und Heinz Lichius, dann mit Basti Jensen, Kontrabass und Björn Lücker, Schlagzeug) dessen Repertoire aus klassischen Jazz Standards besteht (zu hören auf der CD Krakowczyk Trio - Dedicated to Dennis, smack dab records 9603).

 


Anfang der Neunziger arbeitet Krakowczyk mit der Sängerin Sarah Seidel und dem Bassisten Henry Altmann im Quartett "Something Personal" des Schlagzeugers Jo Schneider. In dieser Formation unternehmen sie eine Gastspielreise nach St. Petersburg und eine Reise nach Madrid. Das Repertoire besteht aus klassischen Unterhaltungsjazztiteln. Mit dieser Gruppe lernt K. den musikalischen Alltag außerhalb des "behüteten" Rahmens der Jazz Clubs kennen.

 


Im Sommer 1993 ist Dennis' Swing Club eine zeitlang geschlossen (endgültig schließt der Klub dann im Frühjahr 1999) und K. sucht einen neuen Ort um aufzutreten. Er übernimmt die Organisation eines täglichen Musikprogramms im "Entrée", dem früheren Piccolo Theater im Hamburger Schanzenviertel, und agiert dort bis zur Schließung des Musikbetriebs durch die Behörden im Frühjahr 1994 als Leiter der Hausband, erstmals auch als Sänger und Trompeter.

Als Folge der Arbeit im Entrée stellt K. auf Anregung des Festausstatters "Jazz & Wein" eine siebenköpfige MiniBigband, das Jazz 'n' Dance Orchestra, zusammen, mit arrangierten Bläsersätzen und Jo Schneider als Sänger und Frontman (Michael Leuschner, Trompete; Ben Hansen, Tenorsaxophon; Ferdinand von Seebach, Posaune; Thomas Krakowczyk, Gitarre; Sebastian Jensen, Kontrabass; Björn Lücker, Schlagzeug). Die Aufnahmen werden auf dem neu gegründeten Plattenlabel smack dab records veröffentlicht. (Jazz 'n' Dance Orchestra - Nightclubsinger, smack dab records 9501).







Durch seine regelmäßige Arbeit als Schlagzeuger der Hausband in "Angie's Nightclub" auf der Reeperbahn ist Jo Schneider allerdings für so manchen Auftritt nicht abkömmlich, so dass K. nun mehr und mehr in einer ähnlichen Besetzung selbst als Sänger auftritt (Krakowczyk! - Die Kapelle spielt den Blues, smack dab records 9602).



1997 intensiviert K. seine Arbeit als Trompeter. Er besucht regelmäßig die Montagssession auf dem "Feuerschiff" unter Leitung des New Orleans Trompeters Norbert Susemihl und erspielt sich das Standardrepertoire des Traditionellen Jazz. Von 1999 bis 2004 übernimmt er selbst immer wieder die Sessionleitung. In diesem Rahmen lernt er den Schlagzeuger Thomas Planthaber kennen, mit dem ihn bis heute eine enge Zusammenarbeit verbindet.

1999 stellte K. ein neues Jazz 'n' Dance Orchestra zusammen, eine sechsköpfige Band (Trompete, Tenorsaxophon, Posaune, Klavier, Kontrabass, Schlagzeug), in der er Trompete spielt. Das Repertoire besteht aus eigenen Kompositionen in verschiedenen Stilen und Rhythmen. (Jazz 'n' Dance Orchestra - Live at Birdland, smack dab records 0615).

 


Bei seiner kompositorischen Arbeit entdeckt K. mehr und mehr die kubanische Musik. Im Januar 2001 tritt das Jazz 'n' Dance Orchestra - erweitert um den Conga Spieler (und Spezialisten für afrokubanische Musik) Thomas Altmann - erstmals mit einem reinen Latin Programm im Birdland auf. (Die Live-Aufnahmen sind unter dem Titel Ricardo Alemán y su orquesta - Live at Birdland, smack dab records 0616 erschienen.)
Im März spielt die Gruppe ("Jazz 'n' Dance Orchestra - Back From Cuba!") im Wismarer "Tikozigalpa". Es folgen eine Reihe von Engagements in Berlin, Kiel, Bremen, Hannover, Lüneburg, Schwerin, Eberswalde und in der Hamburger Hafenstraße unter dem Namen Ricardo Alemán y su orquesta. (Thomas Krakowczyk aka Ricardo Alemán, Trompete; Lieven Brunckhorst oder Hans-Malte Witte, Tenorsaxophon; Sebastian Hoffmann oder Ansgar Ruff, Posaune; Matthäus Winnitzki aka Matteo Montuno, Klavier; Oliver Karstens, Bass; Thomas Planthaber aka Don Alcatráz, Schlagzeug und Thomas "Alberto" Altmann, Congas.)
Im Sommer 2001 wird die Studio CD "Ricardo Alemán y su orquesta - El angel de Tejadillo, smack dab records 0104" eingespielt, die einige Zeit den siebten Platz der Salsa Charts belegt.

 


Das Jazz 'n' Dance Orchestra tritt im November 2002 mit einem durcharrangierten, traditionellen Swingprogramm im Rahmen einer szenischen Lesereihe über die Hamburger Swing Kids im Thalia Theater auf und kommt so in Kontakt mit den Lindy Hop Tänzern der Hamburger "New Swing Generation" (Shake a leg with Nat King Thomas & his Jazz 'n' Dance Orchestra, smack dab records 0206).



K. stellt für kleinere Unterhaltungsveranstaltungen eine Triobesetzung zusammen mit dem Gitarristen Jürgen Kok, einem Bekannten vom Feuerschiff und Henry Altmann, dem Bassisten von Something Personal. K. singt und spielt Trompete und tritt unter dem Namen "Nat King Thomas" auf. (Nat King Thomas & his willing workforce, smack dab records 0308).

 


2003 eröffnet unter der Sternbrücke am Rande des Schanzenviertels ein neuer Musikklub, das "Soular", welches sich schnell zu einem Treffpunkt der verschiedenen Musikerszenen etabliert. Hier tritt K. von nun an sowohl mit seinem Latin Orchester als auch mit dem Krakowczyk Trio regelmäßig auf. Das Repertoire des Trios besteht jetzt aus Groove orientierten Instrumentalkompositionen und vokalen Blues und Soul Jazz Stücken. (Die Instrumentalkompositionen erscheinen auf der CD Krakowczyk Trio Originals, smack dab records 0405.) Das Soular schließt im Sommer 2004. Zum Jahreswechsel 2004/2005 entstehen die Aufnahmen zur CD Ricardo Alemán y su orquesta - Mi barrio por la noche, smack dab records 0510.)



Im Herbst 2005 richtet sich K. ein kleines Studio ein und widmet sich der Fusion von deutschsprachigen Texten mit afroamerikanischen und karibischen Klangtraditionen, wobei er neben dem Gesang auch alle Instrumente selbst einspielt, dazu gehören Gitarre und Trompete, aber auch Bass, Tuba, Baritonhorn sowie verschiedene Perkussionsinstrumente und Trommeln. Die erste Produktion bekommt den Titel Nat King Thomas - Party in der Provinz, smack dab records 0611. Den Musikstil bezeichnet er als "Ethno Funk".

In der Vorweihnachtszeit 2005 nimmt K. einige deutsche Weihnachtslieder in kubanischer Instrumentierung auf. Im Dezember 2006 greift er dieses Projekt wieder auf und stellt die CD Unsere schönsten Weihnachtslieder, vorgetragen von Ricardo Alemán, smack dab records 0613 fertig.

Im Sommer 2006 entsteht das neunköpfige Ethno Funk Orchestra, um die eigenwillig instrumentierten Songs vom Album "Party in der Provinz" live aufzuführen. Der Auftritt am 13. Januar 2007 im Hamburger Birdland wird von Simon Blessing mit dem Camcorder mitgeschnitten: Nat King Thomas & his Ethno Funk Orchestra - Live at Birdland, smack dab Video CD 0717.



Im Oktober 2006 gibt K. seinen Wohnsitz in Hamburg-Altona auf und zieht zu seiner Liebsten aufs Land nach Königsmoor am äußersten Rand der Metropolregion Hamburg.

Im April 2007 erscheint die CD Nat King Thomas - Folksongs. Die im "Ethno Funk" Stil bearbeiteten Titel entstammen zum Teil dem Repertoire, das K. von 1993 bis 2010 in seinen Gitarrenkursen an der Hamburger Volkshochschule unterrichtete.

K. arbeitet von 2002 bis 2010 als Gitarrist im Jerry Tilitz Trio, spielt Tuba beim Kinderliederprogramm der Hexe Knickebein (1994-2009) und leitet von 2000 bis 2010 das Sachsenwald Sound Orchester.

Im Frühjahr 2009 widmet sich K. verstärkt seinen eigenen Songs. Mit seinem neuen Roland Street Cube Batterie Verstärker trägt Nat King Thomas seine Boogaloo- und Ethnofunkkompositionen in den Provinzstädtchen der Nordheid vor und begeistert die Passanten mit seiner Darbietung. Im Duo mit dem Congaspieler Ralf Steinhauer, der unter seinem Santeríanamen "Letyelegguá" auftritt, spielt er im Sommer 2009 regelmäßig auf dem Hamburger Spielbudenplatz (Videoclip vom 2. Juni 2009: Nightclubsinger). In dieser intimen Besetzung (Gitarre, Gesang, Congas) spiegelt sich die Polarität der Musik: Bluesmelodik, Jazzharmonik und afrokubanische Rhythmik verschmelzen mit deutschen Texten.



Zurzeit leitet K. Gitarrenkurse und Bandprojekte an der Haupschule Vossbarg und an der Stadtteilschule Fischbek sowie zwei Perkussionsensemble der Rudolf-Steiner-Schule Nordheide. Er gibt Gitarren-, Trompeten- und Klavierunterricht in Neu Wulmstorf und Tostedt. Im Kreis seiner großen Familie arbeitet er an neuen Songs und Kompositionen, die er im Studio vorproduziert und dann mit seinen Kollegen von den Boogaloo Bandits live spielt. Besondere Highlights sind die jährlichen Auftritte im Rahmen des Hermannshof Theaterfestivals



Im Juli 2012 erscheint die CD Nat King Thomas & The Boogaloo Bandits, smack dab records 1220.
Der Bayerische Rundfunk sendet am 19.09.2012 ein kleines Feature. Hier geht's zum Podcast.

Im April 2014 erscheint die CD Nat King Thomas mit den Boogaloo Bandits, Volume 2, smack dab records 1422.


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